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„An Erntedank werden die Gaben besprengt ...“

Zu biblischen Zeiten fiel den Menschen der Zugang zum „Dank für die Ernte“  vielleicht leichter: Jeder kannte die Lebensnotwendigkeit von guter Ernte und das Bemühen um ertragreiche Felder. Heute bieten Supermärkte ein reichhaltiges Angebot, ohne dass jedes Kind ein Weizenfeld, eine Obstplantage oder Fischernetze selbst gesehen hätte. Aber auch in unseren Tagen werden Getreide und Obst ohne menschliches Zutun nicht zu Lebens- und Nahrungsmitteln, bleibt ohne positiven Einfluss der Natur menschlicher Einsatz noch immer glücklos.

So zeugt es von vielfältigen Überlegungen, bis sieben Klassen der Jahrgänge 3 und 4 am 29. 9. 2011 gemeinsam mit Pastor Ollmetzer und ihren Lehrkräften einen Erntedankgottesdienst in St. Benno feiern. Die ausgewählten Lieder beschreiben, wie Körner zu einem Brot verbacken werden und es alle sättigt, die davon essen. Der Altarraum zeigt in seiner Gestaltung einen geschmückten Marktstand bäuerlicher Art. Aber große Kisten auf den Altarstufen mit abgepackter Wurst und verpacktem Käse machen deutlich, dass in der heutigen Zeit und in einer Großstadt nicht jeder sein eigenes Feld bewirtschaftet und manchmal auf Gaben anderer angewiesen ist. Der Segen aller Gaben ( „An Erntedank werden alle Erntegaben besprengt ...“) zeigt, dass Nahrung noch immer nicht selbstverständlich ist. Die gesegneten Fladenbrote, die die Kinder in der jeweiligen Klasse gemeinschaftlich verzehren, verdeutlichen, dass Essen mehr umfasst als 2000 Kalorien am Tag.

Im Mittelpunkt der Katechese von Pastor Ollmetzer zu Mk 6, 30-44 stand der Satz: Jesus sprach den Lobpreis über die fünf Brote und zwei Fische, und alle wurden satt. Dass einige Brote und Fische, verteilt an 5000 Menschen, nicht im wörtlichen Sinne alle Zuhörer sättigen, war den Schülerinnen und Schülern aus eigener Erfahrung schnell ein­sichtig. Aber Pastor Ollmetzer schlug den Bogen zu den mitgebrachten Lebensmitteln der Kinder, die im Anschluss an den Gottesdienst an die „Tafel“ verteilt wurden. Er rief den Kindern ins Gedächtnis, dass hier Teilen ebenso geschieht wie im biblischen Text: Jeder Mensch, der heute einen Teil der geschenkten Lebensmittel erhält, kann sich freuen, weil es Kinder gibt, die mit ihm teilen. Sie geben von ihrem Überfluss ab, damit heute, gleich hier in Linden neben der Eichendorffschule, viele wenigstens für einen Tag satt werden.

Nicht alles davon könnte jeder einzelne Schüler so formulieren, aber in einem Punkt haben es die Menschen von heute leichter: Mit der Unterstützung von ihren Eltern, Lehrkräften, Freundinnen und Freunden werden die Kinder sich ihre eigene Meinung bilden, je älter sie werden. Das fällt ihnen leichter, wenn sie gute und persönliche Erinnerungen mit dem Erntedankfest verbinden. Der Gottesdienst hat sicherlich seinen Beitrag dazu geleistet!

Fotos vom Erntedankgottesdienst

                                                                                                          S. Schlatterer

                                                                                                          U. Starker

 

 
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